Autor: Uwe Dieckmann

Von Westerstede nach Stade

Wer zukünftig auf der nun im ersten Abschnitt planfestgestellten A20 von Westerstede am Autobahnkreuz Drochtersen abbiegend auf der A26 nach Stade fährt, wird am Ende der Fahrt irritiert feststellen, dass neben der Autobahn ein Industriegleis für Güterzüge geführt wird. Nun: Es gab schon im Jahr 2011 einen Fürsprecher laut Abendblatt mit Namen Olaf Lies.  „Wenn die Pläne für die A 26-Trasse festgezurrt sind aber noch keine Pläne für eine neue Bahntrasse vorliegen, dann ist die Chance für den zeitnahen und kostengünstigen Bau eines neuen Bahngleises vertan“, sagte damals der niedersächsische SPD-Vorsitzende Olaf Lies. „Es würde richtig teuer und kompliziert, wenn nicht gar unmöglich werden, nachträglich noch etwas zu ändern.“ sagte er im Abendblatt. Recht hatte er. Das Industriegleis wird nun geplant…

Auch die Heimat Sande des nunmehr als Umweltminister berufenen Olaf Lies wird eine Umfahrung der Bahn um den Ort bekommen. Es bleibt lediglich zu fragen, ob der Einsatz des Umweltministers zugunsten eines Industriegleises im Falle des Ausbaus des Jade-Weser-Ports um Oldenburg herum auch Früchte trägt. Der Auftrag zur Planung des Ausbaus des Jade-Weser-Ports kann aus dem Koalitionsvertrag abgeleitet werden. Wie in Falle des Industriegleises in Stade ist der damalige Einsatz von Olaf Lies für eine Trassenbündelung zu loben. Da kann man auch auf die Idee kommen, den zukünftig prognostizierten LKW-Güterverkehr auf der Küstenautobahn A20 mit einer Küsteneisenbahn zu kombinieren, insbesondere wenn man meint, der Schienenverkehr sei gegenüber dem LKW-Verkehr auf der Straße vorzugswürdig. Siehe nun auch das IBO eV LiVe PresseEcho 24.4.2018..

 

Einwendungsschluss

Nur noch bis zum 18.4.2017 einschließlich war es möglich, Einwendungen gegen die neu ausgelegten Pläne der DB Netz AG zu erheben. Da es nach der öffentlichen Bekanntmachung: auch zulässig war, die Einwendungen auch bei der Stadt Oldenburg, der Gemeinde Wiefelstede oder der Gemeinde Rastede abzugeben, bedurfte es weitergehender Informationen, die in der öffentlichen Bekanntmachung nicht angegebenen Modalitäten (Adresse, Öffnungszeiten, Vorhandensein eines Fristen- oder Nachtbriefkastens) zu eruieren.

 

Weit über 10.000 Einwendungen
gegen die Pläne der Bahn (PFA1).sind bei der Anhörungsbehörde in Hannover eingegangen. Hier ein Bild der Übergabe von Einwendungen durch die IBO/LiVe an den Vertreter der Anhörungsbehörde.

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Planfeststellungsbeschluss Umfahrung Sande

Aus der öffentlichen Bekanntmachung in der NWZ ist zu entnehmen, dass vom 6. bis zum 20. März auch der Planfeststellungsbeschluss zur Umfahrung von Sande ausgelegt wird. Die Oldenburger(innen) hatten, zumeist unter Mithilfe einer Mustereinwendung gleichzeitig nicht nur gegen den PFA 4, sondern auch gegen das von der damals noch existierenden Vorhabenträgerin DB Projektbau GmbH betriebene Projekt „Bahnverlegung Sande“ ihre eigenen Einwendungen formuliert und der niedersächsischen Anhörungsbehörde zugeleitet. Daraufhin gab es im Oldenburger Landtag einen Erörterungstermin am 11.3.2015, an welchem aufgrund der Niederschrift nachweisbar beide Planfeststellungsverfahren behandelt wurden.  Bisher gab es nur den Planfeststellungsbeschluss zum PFA 4. Formell wurden die Argumente der Oldenburger damit entgegnet, dass eine Zweigleisigkeit schon bestehe und daher keine Erhöhung der Zugmengen mit Auswirkung auf Oldenburg sich ergebe. Nun aber geht es um die Ausbaustufe IIa – Bahnverlegung Sande: „Neubau einer zweigleisigen Strecke östlich der Ortschaft Sande und Aufhebung des bisherigen eingleisigen Streckenabschnitts durch den Ort Sande“. In diesem Verfahren also kann das EBA nicht mit der schon bestehenden Zweigleisigkeit argumentieren, um die Argumente der Oldenburger im Hinblick auf die Erhöhung der Kapazität zu entkräften.

Befragungsaktion in Bad Zwischenahn

Während die IBO mittels einer Podiumsdiskussion die Haltung der Oldenburger Parteien zur Bahnproblematik öffentlich machte (NWZ und OEins-TV berichteten), haben unsere Zwischenahner Kollegen eine Befragungsaktion durchgeführt.  In der NWZ-Online am 7.9.2016 wird unter dem Titel „Parteien kritisieren Bahnlärm“ auf die Auswertung verwiesen, die auf der Homepage der „Bürger Initiative Bahnlärm Bad Zwischenahn e.V.“ zu finden ist.

Huntebrücke und noch kein Ende

Unter der Rubrik „Presse“ oder hier per externen Link kann man die unendliche Geschichte der Huntebrücke weiterverfolgen. Immer wieder Schäden. Offenbar haben Lokführer „häufiger die speziell gesetzten Signale miss- oder nicht beachtet, die Stromabnehmer nicht eingeklappt“. Ist gar ein neuer Träger per Spezialanfertigung nötig? Es kann sich „noch Wochen oder Monate hinziehen“.

„Es ist unser Bestreben, möglichst nicht durch Ortschaften zu fahren“

Das setzte der Vorstandschef der DB AG am 25.8.2016 mittags bei Sande in den Sand, nachdem er vormittags noch durch die Ortschaften gefahren ist, die unter den geplanten Güterzugverkehren leiden werden. Hier geht es zum NDR-Interview. Die örtliche Presse hat bisher  dieses – aucn in der von der IBO gestern veranstalteten Podiumsdiskussion angesprochene – Zitat nicht aufgegriffen. Vielleicht wird das in Gang gesetzt durch die heutige Presseerklärung der Linken/Piraten.