Schriftwechsel

Brief Einladung an Dr. Grube 22.8.2016 und Antwort der DB am 31.8.2016

hier die Briefe zum besseren Vergleich untereinander

Schreiben IBO an DB/Dr. Grube 22.8.2016

Sehr geehrter Herr Dr. Grube,
die IBO als anerkannt gemeinnütziger Verein ersucht Sie noch einmal um ein Gespräch zur Lösung der Oldenburger Bahnproblematik, wie Sie es anderen Menschen im Lande erfreulicherweise bereits mehrfach gewährt haben.
Leider war ein solches, von uns erbetenes Gespräch anlässlich Ihres Besuches bei „Fokkis Weidenfest“ in Oldenburg nicht geglückt. Eine neue Gelegenheit bietet sich anlässlich der Eröffnung einer DB-Teilstrecke im Bereich Sande, an der Sie laut Presse am kommenden Donnerstag, 25.08. teilnehmen.
Gerne würden wir Ihnen die Sorgen und Probleme der Oldenburger Bürger rund um die Ausbaupläne der DB mitten durch unsere noch einzigartige Wohnstadt erläutern. Insbesondere möchten wir Ihnen eine zeitlich und wirtschaftlich realistische Alternative mit vielen Vorteilen für die DB aufzeigen, die bedeutende Vorteile für die DB bietet und verbleibende Schwachstellen auf der Ausbaustrecke eliminiert. Höflich bitten wir um eine wohlwollende Prüfung , ob dieses nicht nur aus unserer Sicht längst überfällige Gespräch im zeitlichen Ablauf Ihrer Anwesenheit im Nordwesten ermöglicht werden kann.
Bitte bedenken Sie vor einer eventuellen Verweisung an Herrn Bischoping, dass dieser lediglich auf seinen Auftrag zum Ausbau der Bestandsstrecke hinweisen könnte und ihm somit die Hände gebunden sind, den schildbürgerhaften Auftrag der Politik mit unsäglichen Folgen für die betroffenen Menschen hinsichtlich Lebensqualität, Gesundheit, Stadtverunstaltung, Verkehrschaos sowie Schädigung von Natur und Umwelt, auch auf tausenden Privatgrundstücken in Oldenburg , ausreichend transparent zu machen.
In der Hoffnung auf eine positive Nachricht zu unserem Gesprächsersuchen verbleiben wir
mit freundlichen Grüßen

Schreiben DB/Bischoping an IBO 31.8.2016

Sehr geehrter Herr Splittgerber,
Herr Dr. Grube hat mich gebeten, Ihnen auf Ihr Schreiben vom 22. August 2016, in dem Sie ihn zur „Oldenburger Bahnproblematik“ ansprechen, zu antworten.
Wir teilen Ihre Auffassung nicht, dass es sich bei der Ausbaumaßnahme um einen schildbür-gerhaften Auftrag der Politik handelt, der mit unsäglichen Folgen für die betroffenen Menschen hinsichtlich Lebensqualität, Gesundheit etc. verbunden ist. Vielmehr zeigt der Bund angesichts der eher bescheidenen Verkehrsprognosen, was die Verkehre vom und zum JadeWeserPort angeht, einen sehr verantwortungsvollen Umgang mit den von uns allen aufgebrachten Steu-ermitteln. Die im Stadtgebiet Oldenburg vorgesehene Elektrifizierung führt dabei keineswegs zu den von Ihnen beschriebenen Beeinträchtigungen.
Was die von Ihnen angesprochene zeitlich und wirtschaftlich realistische Alternative mit vielen Vorteilen für die DB angeht, so können wir uns gern über diese Alternativen unterhalten, wenn Sie uns diese Vorteile bitte darlegen könnten. In diese Zusammenhang möchte ich darauf hin-weisen, dass die von Ihnen angedachte Alternative aufgrund des von ihr induzierten Mehrver-kehrs nicht in der Lage sein wird, die Kosten für Instandhaltung und Betrieb zu erwirtschaften, geschweige denn die damit verbundenen Investitionen von mehreren hundert Millionen Euro zu tragen.
Insofern sollten Sie uns bei der Darlegung der Vorteile für die DB auch einen belastbaren Fi-nanzierungsplan vorstellen, in dem weder der Bund noch die Deutsche Bahn als Träger der Investitionen vorkommt.
Mit freundlichen Grüßen

 

 

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