Verurteilung wegen schweren Parteiverrats

Nach Mitteilung von Prozessteilnehmern und Zuhörern wurde heute am 9.6.2017 der prominente ehemalige Anwalt der Bürgerinitiativen und der Stadt Oldenburg – Prof. Dr. Stüer – zu 1 Jahr und 4 Monaten wegen schweren Parteiverrats vom Landgericht Münster verurteilt. Das Urteil bedeutet für den Anwalt auch ein Verbot der Ausübung seines Berufes. Aus der noch existierenden Seite http://www.stueer.business.t-online.de/liste.htm ist zu entnehmen, welche Ämter der Angeklagte eingenommen hat ( u.a. Professor der Uni Osnabrück, Richter im Anwaltssenat des Landes NRW, ehemaliger Richter im Anwaltssenat des BGH, Mitglied des Verfassungsausschusses der Bundesrechtsanwaltskammer, Herausgeber und Schriftleiter des Deutschen Verwaltungsblattes). Im übrigen ist er noch Träger des Bundesverdienstordens.

Inzwischen hat auch die NWZ , die sich lange in der Berichterstattung und Kommentierung über den Prozess (Aufwand lohnt nicht) zurückgehalten hat, online die Meldung verbreitet. Interessant ist diese Meldung auch für alle Behörden und Kommunen, die diesem Anwalt ein Mandat erteilt haben oder dessen Gutachten sich bei ihnen auswirkten (z. B. Landkreise Ammerland, Friesland, Wesermarsch) im Hinblick auf die Linienbestimmungsentscheidung der A20).

(siehe auch die Schilderung und Kommentierung des Prozessablaufs über den externen Link)